Gestaltungstherapie
Die
Gestaltungstherapie (nicht zu verwechseln mit der Gestalttherapie) ist
ein Psychotherapieverfahren, bei dem die Arbeit mit kreativen
Materialien einen wesentlichen Zugang zum Erleben des Kindes /
Jugendlichen ermöglicht. Sie stellt einen Raum zur Verfügung, dessen
Inhalt eine Atmosphäre von Sinnlichkeit, Reizen und Handlungs- impulsen
schafft und in dem sich ein Spielraum für Spüren, Schauen, Entfalten
und Begegnung anbietet.
Das Material - Erde, Wasser, Farbe, Papier ... - kann von erregend bis zurückweisend erfahren werden. Die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit diesem Gegenüber lässt Gefühle und Affekte im Inneren entstehen, die mit Hilfe des Gestaltungstherapeuten als "ich-nahem", ermutigenden, verstehenden und beschüt-zenden Begleiter erlebt werden.
In den Schaffens- und Wandlungsprozessen der Gestaltungen können frühe Beziehungserfahrungen erlebbar werden und "ich-stärkende", kreative Verarbeitungen zur Ent-wicklung beitragen. Diese vorsprachlichen Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle bewusst werden zu lassen, ist Ziel der therapeutischen Arbeit. Hier setzt Sprache an, die eine Integration der Wahrnehmungen ("... dies alles gehört zu mir und meinem Leben ...") ermöglichen kann.
